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Nach dem Tiger sind Löwen die zweitgrößten und auch schwersten Raubkatzen. So werden sie 2m bis 3m lang und erreichen ein Schultermaß von 90cm bis 1.1m. Dabei erreicht die Länge des Schwanzes etwa die Höhe des Schultermaßes des Individuums. Löwenkater erreichen je nach Subspezies eine Masse von 180kg bis 250kg. Die Weibchen sind kleiner und erheblich leichter. So erreichen Löwenweibchen je nach Subspezies eine Masse von 120kg bis 160kg.



Löwen haben ein kurzes Fell, welches je nach Lebensraum eine Farbe von gelb-golden bis hin zu dunkelbraun annehmen kann. Löwenjunge besitzen in den ersten Monaten ihres Lebens zur besseren Tarnung schwarze Fellflecken, die jedoch alsbald verschwinden. Löwen besitzen als einzige Katzenart einen schwarzen Quast am Schwanzende. Unter diesem Quast verbirgt sich ein zurückgebildeter Wirbel, über dessen Funktion sich die Biologen noch nicht schlüssig sind. Ein weiteres besonderes Merkmal der Löwen ist die mächtige Mähne des Männchens, die ihm seine imposante Erscheinung verleiht und ihm den Titel "König der Tiere" einbrachte. Die Färbung der Mähne kann von gold-gelb bis schwarz reichen. Wie bei dem zurückgebildeten Schwanzwirbel sind sich die Biologen auch über die Bedeutung der Mähne nicht einig. Während die einen vermuten, sie diene zum Schutz vor Prankenhieben und Bissen bei territorialen Auseinandersetzungen, glauben die anderen, eine stark ausgebildete Mähne wäre ein Zeichen von Stärke und diene zur Brautwerbung, zumal man herausgefunden haben will, dass Männchen mit einer stark ausgebildeten Mähne von den Weibchen bevorzugt würden.
Asiatische Löwen besitzen im Vergleich zu ihren afrikanischen Verwandten eine dünnere Mähne.
Wie beim Bengaltiger gibt es auch unter den Löwen Exemplare, die aufgrund einer Mutation ein weißes Fell besitzen. Die Jungen weißer Löwen bilden nicht wie 'normale' Löwenjunge schwarze Flecken aus. Ich würde dies als Gendefekt bezeichnen, da weiße Löwen, der Tarnfunktion ihres Felles beraubt, ihren normalgefärbten Artgenossen gegenüber in der Jagd benachteiligt sind.

LebensraumBearbeiten

Löwen kommen in Savannengebieten und Wäldern südlich der Sahara und in einigen Teilen Indiens vor. Doch beschränkt sich die Anzahl der asiatischen Löwen nur noch auf ein paar Hundert. Früher bevölkerte der Löwe ganz Afrika bis weit in die Wüste hinein, und auch in Indien lebten einst sehr viele dieser majestätischen Großkatzen.
Wo der Löwe auf dem afrikanischen Kontinent anzutreffen ist, zeigt die gelbe Fläche auf der nebenstehenden Landkarte.


Nahrung und JagdverhaltenBearbeiten

Hauptsächlich ernähren sich Löwen von Gazellen, Flußpferden, Gnus, Zebras, Büffeln, Baby-Elefanten und Giraffen. Hauptsächlich gehen Löwen nachts auf die Jagd, da zu dieser Tageszeit die Temperaturen nicht so hoch sind.
Aufgrund ihrer hohen Körpermasse sind Löwenmännchen eher lausige Jäger, weswegen die Weibchen die Aufgabe der Nahrungsbeschaffung haben. Daher sind sie gezwungen, für die gesamte Rotte zu jagen. Aber auch sie sind aufgrund ihrer starken Bemuskelung (Bodybuilder sind auch keine guten Sprinter, hehe) mit einer Spitzengeschwindigkeit von ca. 55 km/h vergleichsweise langsam. Dieses Handicap gleichen sie jedoch damit aus, dass sie in Gruppen jagen. So umzingeln sie die Beute und greifen sie aus allen Richtungen kommend an. So sind die Fluchtmöglichkeiten der Beute nur sehr begrenzt. Allerdings führt nicht jeder Beutezug zum Erfolg.
Nach dem Niederringen der Beute wird sofort der Kehlbiß angesetzt, um das Opfer zu töten. Zum Fressen findet sich anschließend die gesamte Rotte zusammen. Zuerst beginnen die Pascha, sich an der Beute zu sättigen. Schließlich fressen die Löwinnen und wenn noch etwas übrig ist, können die Jungen dann ebenfalls ihren Hunger stillen. Die Natur hat bei den Löwen eine andere Strategie zur Arterhaltung gewählt als bei den Wildhunden und Wölfen. Während diese alles daran setzen, ihren Wurf durchzubekommen (ja, bei den Wildhunden und Wölfen fressen die Jungen zuerst) und ihren eigenen Tod bereitwillig zur Rettung ihrer Jungen in Kauf nehmen, opfern Löwen in schlechten Zeiten ihren Nachwuchs, um selbst zu überleben und es später noch einmal zu versuchen. Die Methode der Caniden werden wir Menschen als human bezeichnen und es liegt nahe, die Löweneltern als böse "Rabeneltern" abzustempeln. Doch sollte man sich hüten, funktionierende Konzepte der Natur, die sich über Jahrmillionen herausgebildet haben, mit menschlichen Moralbegriffen zu bewerten. Seit Jahrtausenden hat es der Löwe geschafft, sich in den Ökosystemen Afrikas und Indiens zu behaupten und seine Art zu erhalten. Wie die Strategie der Wildhunde hat sich auch die des Löwen als logisch korrekt und funktionierend erwiesen. Allein der Mensch hat es geschafft, neben den anderen Raubkatzenarten auch diese anmutige Katze gefährlich zu dezimieren. Was sagen seine Moralvorstellungen über den millionenfachen Raubbau an dieser Spezies? Diesen Gedanken möchte ich aber nicht weiter verfolgen, bevor ich mich noch richtig aufrege und Texte ablasse, die den meisten Menschen bestimmt nicht passen würden, denn es wäre mir ein Leichtes das menschliche Moralgebäude ad absurdum zu führen...


LebensweiseBearbeiten

Während Großkatzen, die anderen Spezies zugehörig sind, ausnahmslos Einzelgänger sind, leben Löwen in Rotten zusammen. Hier nimmt der Löwe unter den Pantherae eine Sonderstellung ein. In so einer Rotte leben etwa 25 Tiere zusammen, deren Territorium je nach Beutevorkommen ein Gebiet von 20km² bis 400km² umschließt. Ein bis drei Männchen bilden hier die Führungsriege, denen sich alle bedingungslos unterzuordnen haben. Zu einer Rotte gehören ca. 15 Löwinnen, die miteinander verwandt sind und eben die Jungen verschiedenen Alters.
Das dominante Männchen behält etwa 2 bis 3 Jahre die Führung über das Rudel, bis ein jüngerer, stärkerer Kater die Führungsposition für sich beansprucht. Gelingt es dem unterlegenen Pascha nicht, rechtzeitig die Flucht zu ergreifen, wird er in der Auseinandersetzung getötet. Auch für die Jungen des Vertriebenen bricht eine schlechte Zeit an, denn der neue Patriarch tötet für gewöhnlich die Brut seines Vorgängers, um die Löwinnen wieder in den Östrus zu bringen.


Paarungsverhalten und JungenaufzuchtBearbeiten

Nun, wissenschaftlich formuliert bringt der neue Pascha die Löwinnen in den Östrus, um seine eigenen Gene weiter zu vererben. Viele Biologen sprechen von der "Intelligenz der Gene". Natürlich ist ein Gen nur ein Makromolekül, ein "genetisches Wort", welches eine Aminosäure codiert und kann für sich alleine keine Intelligenz besitzen. Daher überkommt mich jedes mal ein Schmunzeln, wenn ich dererlei Formulierungen vernehme. Natürlich läuft es darauf hinaus, dass der Löwe seine Gene weitervererbt (und das ist letztendlich der einzige Zweck dieser Bemühungen), doch hat der Löwe nie etwas von Genen gehört. Aber letztlich sind das nur Interpretationen und ändern nichts an der biologischen Tatsache, weswegen ich da auch nicht weiter drauf eingehen will.
Das Männchen öffnet leicht sein Maul und beginnt zu flehmen, d.h. er zieht seine Lefzen zurück (setzt ein sprichwörtliches Grinsen auf) und überprüft mittels des Jakobsonschen Organs, welches sich im hinteren Gaumen befindet den Status des Weibchens. Die Rudelführer paaren sich dann mit allen Weibchen, da sie gleichzeitig in den Östrus kommen. Da es sehr viele Weibchen gibt, kommt es unter den Paschen nicht zur Rivalität. Wie bei allen Katzen bestimmen auch hier nur die Weibchen den Zeitpunkt der Kopulation. Läßt die Löwin die Kopula zu, paaren sie sich alle 15 Minuten ca. 40 mal am Tag, bis die Paarungsbereitschaft der Weibchen, die etwa fünf Tage andauert, ihrem Ende zugeht. Statistisch führt nur jeder 4. Östrus zu einer Trächtigkeit.
Die Tragzeit bei Löwen dauert ca. 110 Tage, bis dann 2 bis 4 Junge geworfen werden. Sie werden von den Löwinnen in der Rotte ca. 6 Monate lang gesäugt, bevor sie entwöhnt und an fleischliche Kost herangeführt werden. Im Gegensatz zu anderen Großkatzen sind Löwenväter gute und geduldige Väter.
Wenn die Jungen dann zwei- bis dreijährig ihre Geschlechtsreife erlangen, ist für die Männchen die Zeit gekommen, die Rotte zu verlassen, d.h. sie werden von den Rottenführern mehr und mehr als Widersacher angesehen und zum Fortgehen gedrängt. Während die jungen Weibchen im Rudel verbleiben und selbst bald Mütter werden, ziehen die Kater normadisierend durch die Steppe und bilden gegebenenfalls Koalitionen mit anderen Löwen, um ihr eigenes Rudel zu erobern.


Über Pranken und KrallenBearbeiten

Wie alle Katzen ist der Löwe ein Zehengänger. Die Zehen und Ballen sind stark gepolstert, worin sich ihre Fähigkeit des Schleichens begründet. Die Hinterpranken haben vier Zehen, da die "große" Zehe verkümmert ist. An allen Zehen hat der Löwe scharfe, gebogene Hornkrallen, die nur bei Gebrauch ausgefahren in Horntaschen verbleiben und durch ein elastisches Band im Prankeninneren am Heraustreten gehindert werden. Durch Anspannen entsprechender Muskeln können die Krallen dann heraustreten. Daher sollte man nicht von einziehbaren Krallen sprechen, sondern eher von ausfahrbaren.


SinnesorganeBearbeiten

Wie bei den meisten Raubtieren sind die Sinnesorgane sehr hoch entwickelt und fein ausgeprägt. Die Ohren sind sehr beweglich, wodurch sie sich zum Richtungshören sehr eignen. Zudem dient die Beweglichkeit für mimische Ausdrucksbewegungen.
Die Augen sind nach vorn gerichtet, wodurch sich eine starke Überschneidung der Gesichtsfelder ergibt. Dadurch ist die dreidimensionale Wahrnehmung sehr stark ausgeprägt, was eine genaue Entfernungsabschätzung ermöglicht - eine sehr nützliche Fähigkeit für Beutegreifer. Das Sehvermögen des Löwen entspricht bei Tage dem des Menschen, doch bei Nacht übersteigt die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit des Löwen die des Menschen um den Faktor 5 bis 6. Die Verbesserung der Nachtsehfähigkeit wird durch eine lichtreflektierende Schicht auf der Netzhaut des Katzenauges erreicht. Dadurch werden die Sehzellen auf der Netzhaut von einem Lichtimpuls zweimal angeregt, wodurch eine Art Signalverstärkung eintritt. Pupillen von Löwenaugen beginnen gelb-grün zu leuchten, wenn sie angestrahlt werden.
Der Geruchsinn ist einer der am höchsten entwickelten Sinne. Er ist beim Löwen so gut ausgebildet, dass sich ein Löwe alleine mit diesem Sinn vollständig orientieren kann.
Die recht langen Schnurrhaare unter der Nase sind in der Lage, feinste Berührungsreize wahrzunehmen, wodurch der Löwe z.B. Durchgänge oder Höhleneingänge ausmessen kann. Die zwei bis drei Tasthaare über den Augen haben die selbe Funktion.


0loeweg.jpg

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